Frankfurt (Oder) (ots) - Montagnachmittag nahmen Bundespolizisten zwei Jungen in Gewahrsam, die zuvor mutmaßlich einen Eurocity (EC) bei Jacobsdorf mit Steinen beschädigt hatten.

Gegen 14 Uhr bewarfen zwei Kinder nach Zeugenaussagen den in Richtung Berlin fahrenden Zug mit Steinen. Durch den Aufschlag splitterte die Frontscheibe der Lok. Zunächst konnte der Eurocity seine Fahrt fortsetzen, bis es zu einer Brandentwicklung im Bereich der Scheibe kam. Am Bahnhof Fangschleuse stoppte der Triebfahrzeugführer den EC48 und löschte den Brand. Die 31 Zugreisenden blieben unverletzt und konnten ihre Reise mit einem nachfolgenden Regionalexpress fortsetzen. Rettungskräfte brachten den 53-jährigen Triebfahrzeugführer zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus. Durch die Streckensperrung kam es zu zahlreichen Verspätungen und Zugausfällen im Bahnverkehr.

Im Rahmen der Fahndung am Tatort in Jacobsdorf nahmen die Beamten zwei tatverdächtige Kinder im Alter von 11 und 13 Jahren in Gewahrsam.

Die Bundespolizei ermittelt wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und Sachbeschädigung. Die beiden deutschen Staatsangehörigen übergaben die Einsatzkräfte an die Erziehungsberechtigten.

Warnhinweis der Bundespolizei

Bahnanlagen sind kein Spielplatz! Auf Bahnanlagen gefährden gerade Kinder, Jugendliche und junge Erwachsende immer wieder sich und andere vor allem durch leichtsinniges Verhalten und Unachtsamkeit. Neben den tödlichen Gefahren des Bahnstromes gibt es weitere Gefahrenquellen, die vom Zugverkehr und von den Betriebsanlagen ausgehen! Das Auflegen von Hindernissen oder Bewerfen von Zügen sind keines Falls "dumme-Jungen-Streiche", sondern gefährlich und strafbar! Insbesondere Jugendliche unterschätzen dabei häufig die Folgen ihrer Taten.

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