Berlin/Brandenburg (ots) -

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) und die Bundespolizei sind am heutigen Mittwochvormittag gegen eine Bande von Schleusern vorgegangen. Dabei wurden in Berlin und Brandenburg sowie in Sachsen-Anhalt und Hessen zwölf Wohnungen bzw. Gewerberäume durchsucht. Den Tatverdächtigen wird banden- und gewerbsmäßiges Einschleusen vorgeworfen. Sie sollen Scheinehen arrangiert haben, um den Schleusungswilligen, die ihre Einreisen nach Deutschland mit erschlichenen Visa ermöglicht haben, ein weiterführendes Aufenthaltsrecht in Deutschland zu verschaffen. Die Ermittler stellten umfangreiche Beweismittel, darunter verschiedene Unterlagen, Speichermedien, Telefone und Bargeldbeträge, sicher. Darüber hinaus konnten mehrfach BTM in geringer Menge (Kokain, Ecstasy, Marihuana) sowie die Entziehung elektrischer Energie festgestellt werden.

Die seit November 2017 im Auftrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) erfolgten intensiven Ermittlungen der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Berlin führten zu der vietnamesisch/deutschen Tätergruppe. Ihnen wird in nachweislich in vier Fällen vorgeworfen, vietnamesische Männer eingeschleust zu haben. Durch das Arrangieren von Scheinehen mit deutschen Frauen soll die Bande dafür gesorgt haben, dass diese Personen ihren Aufenthalt in Deutschland verfestigen konnten. Dafür erhielten die Frauen zwischen 5.000 bis 7.000 Euro.

Bisher konnten die Ermittler drei Bandenmitglieder ermitteln, die maßgeblich für das Einschleusen verantwortlich sind. Es handelt sich um einen 35-jährigen Vietnamesen, eine 23-jährige Vietnamesin sowie eine 29-jährige Deutsche. Die Durchsuchungen erfolgten in den Berliner Stadtbezirken Marzahn-Hellersdorf und Mitte, im brandenburgischen Seelow, Strausberg und Fürstenwalde sowie in Stendal und in Alsfeld. Der Bande wird vorgeworfen, in vier Fällen Heiraten in Dänemark zwischen den geschleusten Vietnamesen und Deutschen organisiert und so Scheinehen vermittelt zu haben.

Die sichergestellten Beweismittel werden nun ausgewertet, die Bearbeitung dauert an. An den heutigen Durchsuchungen waren etwa 100 Beamte der Bundespolizei sowie der Polizei Brandenburg beteiligt.

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