Berlin (ots) - Bereits am Freitagnachmittag nahmen Zivilfahnder der Bundespolizei vier Diebe fest, die gemeinschaftlich mehrfach EC- und Kreditkarten entwendeten und damit Geld abhoben. Ein Richter erließ am Sonntag Untersuchungshaft.

Nachdem einem außer Dienst befindlichen Bundespolizisten das tätertypische Verhalten des Quartetts aufgefallen war und er die zuständige Inspektion darüber informierte, ergaben Videoauswertungen von unterschiedlichen Bahnhöfen, dass man den vier Männern verschiedene Diebstahlshandlungen zuordnen konnte. So identifiziert, gelang gegen 16 Uhr Beamten der Bundespolizei und der Polizei Berlin die vier polnischen Staatsangehörigen im Alter von 31 bis 40 Jahren vorläufig festzunehmen. Dem Quartett wird vorgeworfen, mehrfach Reisende bestohlen zu haben. Nach bisherigen Erkenntnissen spähten sie die PIN-Nummern der EC- bzw. Kreditkarten ihrer Opfer aus, als diese Fahrscheine damit bezahlten. Die Täter ließen dann selber einen 5-Euro-Schein hinter den Opfern fallen und wiesen die Geschädigten darauf hin, dass diese das Geld soeben verloren hätten. Beim Aufheben des Geldes, nutzten sie die Ablenkung der Geschädigten und entwendeten dabei die EC- bzw. Kreditkarte, um später damit Geld abzuheben sowie Einkäufe zu bezahlen.

Die fahndungsmäßige Überprüfung der Männer ergab, dass die Bande bereits in anderen Teile des Bundesgebietes mit derselben Vorgehensweise agierte.

Die Bundespolizei leitete entsprechende Ermittlungsverfahren gegen sie ein.

Nach Abstimmung mit der zuständigen Staatsanwaltschaft, ordnete ein Richter am Sonntag bei allen vier Tatverdächtigen Untersuchungshaft an.

Die Bundespolizei sucht nun nach weiteren Opfern oder Zeugen. Wer ist in den vergangenen Tagen Opfer der Täter mit dem beschriebenen Modus Operandi geworden oder hat entsprechende Vorfälle als Zeuge beobachtet. Hinweise nimmt die Bundespolizei unter 030 / 20622 93 60 oder unter der kostenfreien Hotline 0800 / 6888000 entgegen.

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