Potsdam (ots) - Beamte des Hauptzollamtes Potsdam entdeckten bei Prüfungen am 12. August 2020 in einem Potsdamer Hotel sechs illegale Arbeitnehmer. Als die Zollbeamten die Kontrolle begannen, flüchtete einer der Arbeitnehmer in eines der Hotelzimmer und schloss sich ein. Die Hotelleitung öffnete mit einem Generalschlüssel die Tür, so dass die Zollbeamten die Kontrolle fortführen konnten. Bei der anschließenden Überprüfung des Ausweises wurde klar, warum der Mann zu flüchten versuchte. Er legte den Zollbeamten einen zwar gültigen, aber nicht seinen eigenen, Ausweis vor.

Insgesamt legten fünf der bei Reinigungsarbeiten angetroffenen Arbeitnehmer Ausweisdokumente vor, die von fremden Personen stammten. Ein weiterer Arbeitnehmer konnte keine gültige Arbeitserlaubnis für Deutschland vorlegen.

Bei der gemeinsam mit der Polizei durchgeführten Identitätsfeststellung stellten die Beamten fest, dass gegen zwei der Arbeitnehmer Haftbefehle vorlagen und gegen zwei weitere der Arbeitnehmer bereits Ermittlungen geführt wurden.

Die Zollbeamten leiteten weitere Strafverfahren wegen des Missbrauchs von Ausweispapieren und des illegalen Aufenthalts ein. Bezüglich der zu vollsteckenden Haftbefehle nahmen die Zöllner Kontakt mit der Polizeiinspektion Potsdam auf, um die weiteren Maßnahmen einzuleiten.

Zusatzinformationen: Die Kontrollen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit erfolgen nach einem ganzheitlichen Prüfungsansatz. Neben der Einhaltung des allgemeinen Mindestlohnes werden auch alle anderen in Betracht kommenden Prüffelder nach dem Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz, zum Beispiel sozialversicherungs- oder arbeitsgenehmigungsrechtliche Aspekte sowie illegales Arbeiten ohne Arbeitserlaubnis, verfolgt.

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