Potsdam (ots) - Die Bundespolizei vollstreckte gestern im Auftrag der Staatsanwaltschaft Würzburg mit über 100 Einsatzkräften Durchsuchungsbeschlüsse in Bayern und Baden-Württemberg. Den sechs Beschuldigten deutscher, türkischer und russischer Nationalität wird vorgeworfen, ukrainische und moldauische Staatsangehörige in ihren Heimatländern gezielt angeworben zu haben, um diese hier einer unerlaubten Beschäftigung zuzuführen. Über ein Rechnungssystem zur Abdeckung der tatsächlichen Stundenlöhne und Arbeitsstunden zwischen einer Leiharbeitsfirma und der begünstigten Unternehmung in Unterfranken wurden die realen Arbeitsbedingungen verschleiert und diesen unerlaubt nach Deutschland eingereisten Personen Hilfe zu deren unerlaubten Aufenthalt geleistet zu haben.

Es wurden umfangreiche Beweismittel in digitaler wie physischer Form sichergestellt, u.a. auch gefälschte Identitätskarten, die ihre Inhaber als angeblich rumänische und slowakische Staatsbürger ausweisen, somit also den Anschein erwecken, es handle sich um freizügigkeitsberechtigte EU-Bürger. Die angetroffene Arbeitskräfte werden für aufenthaltsbeendende Maßnahmen dem Landkreises Main-Spessart zugeführt. Die weiteren Ermittlungen und Auswertung der sichergestellten Gegenstände dauern an.

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